Donkervoort

Die Donkervoort Automobilien B.V. wurde 1978 von Joop Donkervoort gegründet und stellt seitdem ausschließlich Roadster her, die auf dem Lotus Seven basieren. Eins haben alle Donkervoorts gemeinsam, sie sind leicht und schnell.

Donkervoort D8 GTO

Donkervort D8 GTO © ASD84 / WikiMedia

Mit gut 20 Beschäftigten werden in den Niederlanden die Donkervoorts gefertigt. Im Jahr verlassen zwischen 40 und 60 Fahrzeuge die Werkshallen. Gebaut werden diese nur auf Kundenbestellung. Die Kunden sind meist Idealisten, und das müssen sie laut Joop Donkervoort auch sein, da die rund 700 Kilogramm leichten und mehr als 100.000€ eure teuren Roadster eher weniger für den Alltag geeignet sind. Dafür sind die Heckgetriebenen Donkervoorts schnell, sehr schnell.

Donkervoort D8 GTO

In nur 2,8 Sekunden beschleunigt der Donkervoort D8 GTO Performance, das neuste Modell des Kleinserienherstellers, von 0 auf Tempo 100. Nach 8,6 Sekunden erscheint die 200 auf dem Tacho und Schluss ist erst bei 270 Kilometern pro Stunde. Laut Joop Donkervoort ist Leichtbau das A und O. Erstmals ersetzt Karbon einen Großteil des vorher verwendeten Aluminiums. Da der Motor größer und auch schwerer ist, musste die Karosse ebenfalls vergrößert werden. Um dennoch ein möglichst geringes Gesamtgewicht zu erhalten kam nur Karbon in Frage. Zur Zeit sind für die Fertigung des neuen Modells, in dem fünf Jahre Entwicklung stecken, 600 Arbeitsstunden nötig. Donkervoort hofft aber die Stundenanzahl nach einer Eingewöhnungsphase auf rund 400 beschränken zu können. Bisher wurden bereits 25 Autos verkauft, es gibt also viel zu tun in Lelystad.

Ausstattung des Donkervoort

Die in Lelystad produzierten Roadster sollen laut Donkervoort so direkt wie möglich gefahren werden können. Daher sind keinerlei elektronische Assistenzsysteme verbaut. Nach einem Antiblockiersystem (ABS) oder dem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) sucht man also vergebens. Selbst auf einen Bremskraftverstärker wird verzichtet, so muss der Fahrer schon deutlich in die Eisen gehen um eine starke Bremskraft zu erzielen.



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Rundenrekord auf der Nordschleife

Am 24. Oktober 2004 stellte Michael Düchting mit einer Zeit von 7:18,01 Minuten den Rundenrekord für straßenzugelassene Autos auf der Nordschleife des Nürburgrings auf. Nachdem dieser zwischenzeitlich verloren ging, wurde er im Herbst 2005 erneut durch einen Donkervoort auf 7:14,89 Minuten verbessert. Seit 2009 hält jedoch der Gumpert Apollo Sport, gefahren von Florian Gruber den Rekord auf der Nordschleife mit einer Zeit von 7:11,57 Minuten.